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Martin Strobel verabschiedet sich mit zwei JSG´lern an seiner Seite

Am 14. Januar hat sich mit Martin Strobel ein ganz Großer von der Handballbühne offiziell verabschiedet. Vor einer ausverkauften SparkassenArena feierten die ganze HBW-Familie und viele langjährige Wegbegleiter gemeinsam mit Martin seinen gebührenden Abschied. Unter den Zuschauern waren auch etliche ehemalige und aktuelle Spieler der JSG Balingen-Weilstetten, für die Martin Strobel über viele Jahre das sportliche Idol und Vorbild schlecht hin war. Zwei junge JSG´ler hatten die Möglichkeit, das Spiel hautnah zu erleben und Teil von Martins Aufgebot zu sein. Bennet Strobel und Lenn Strobel wurden von ihrem Onkel in das All-Star-Team nominiert und durften einen unvergessenen Tag erleben und mitgestalten. In unserem Interview geben unsere beiden Nachwuchsspieler einen Einblick, wie sie den Tag erlebt haben und welche Rolle Martin in ihrer sportlichen Karriere bisher hatte.

 

Was waren eure ersten Gedanken, als ihr von Martin erfahren habt, dass ihr bei seinem letzten Handballspiel an seiner Seite auflaufen sollt?

Bennet: Für mich war es ein sehr besonderer Moment, da wir beide uns sehr nahestehen und er einer meiner größten Vorbilder ist. Wir haben uns schon unzählige Male über den Sport und einige andere, auch persönliche Dinge unterhalten, weshalb ich ihm viel zu verdanken habe. Wir haben schon des Öfteren zusammen trainiert, dennoch aber noch nie miteinander gespielt. Aus diesem Grund war die Vorfreude riesig.

Lenn: Ich konnte es erst nicht realisieren, aber mich hat es natürlich sehr gefreut, dass wir bei Martins letztem Spiel mit ihm spielen durften.

 

Das All-Star-Team bestand aus unzähligen ehemaligen und aktuellen Handballgrößen wie beispielsweise Uwe Gensheimer, Hendrik Pekeler oder Christian Zeitz. Wie war das erste Aufeinandertreffen mit dem Team und wie wurdet ihr als jüngste Mitglieder im Team aufgenommen?

Bennet: Das Team hat sich schon einige Stunden vor Anpfiff zum gemeinsamen Empfang und Essen im Hotel getroffen. Da ich mit der B-Jugend in Plochingen gespielt habe, bin ich erst zum Aufwärmen in die Halle gekommen. Die Mannschaft war unglaublich nett und man ist mit einigen Spielern ins Gespräch gekommen. Viele von ihnen kennt man ja schon aus ihrer Zeit beim HBW, daher hatte ich eine besondere Bindung zu ihnen. Aber auch die Spieler aus Lemgoer- oder Nationalmannschaftszeiten von Martin haben uns super aufgenommen.

Lenn: Am Anfang realisiert man es noch gar nicht, weil man so bekannte Handballer eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt. Wir wurden richtig gut aufgenommen und eigentlich hätte man denken können, dass wir uns alle schon seit Jahren kennen. Wir hatten unglaublich viel Spaß!

 

Am Spieltag selbst hattet ihr die Möglichkeit, vor einer ausverkauften SparkassenArena mit eurem Onkel Martin an seinem letzten Handballspiel gemeinsam einzulaufen. Was hat euch dieses Abschlussspiel persönlich bedeutet und wie habt ihr die Atmosphäre aufgenommen?

Bennet: Es war etwas ganz Besonderes, da in der Halle bei mir alles angefangen hat und es mein größter Traum war, einmal hier in der vollen SparkassenArena einzulaufen und zu spielen. Dass das jetzt schon so früh passiert ist und vor allem aufgrund eines solchen Anlasses, ist natürlich sehr schön gewesen. Ich denke, dass sowohl die Spieler als auch die Fans einen schönen Tag hatten und es ein gebührender Abschluss für Martins unglaublich erfolgreiche Karriere war.

Lenn: Vor so einer Kulisse das erste Mal mit Martin einzulaufen war, unfassbar schön. Mein Traum war schon immer einmal vor einer ausverkauften SparkassenArena zu spielen und das dann auch noch mit Martin, das war einfach unglaublich. Wenn man unten beim Einlaufen steht und zweieinhalbtausend rufen deinen Namen, in dem Moment ging ein großer Traum in Erfüllung.

 

Euer Onkel hat nun ganz offiziell sein letztes Handballspiel bestritten, eure Handballkarriere hingegen steht noch ganz am Anfang. Welche Rolle hat Martin früher und auch heute für eure sportliche Entwicklung gespielt?

Bennet: Martin ist und war für mich immer eines der größten Vorbilder. Einerseits wegen seiner sportlichen Fähigkeiten aber auch wegen seines menschlichen Auftretens. Er hat mir schon oft geholfen, wenn ich Fragen hatte und gab mir Ratschläge, wie er das gemacht hat oder auf was ich achten muss. Aufgrund seiner Erfahrungen kann er einem in vielen Situationen helfen und einen unterstützen.

Lenn: Er war schon seit ich denken kann gemeinsam mit meinem Vater mein großes Vorbild. Ich habe immer zu ihm aufgeschaut und will selbst eines Tages so sein wie er. Ich konnte viel von ihm lernen, da ich ja selber seine Position spiele.

 

 

Die JSG Balingen-Weilstetten wünscht Martin Strobel alles erdenklich Gute für seine Karriere nach der Karriere und bedankt sich bei ihm und dem HBW Balingen-Weilstetten für die Spende über mehr als 48.000 Euro an die Deutsche Kinderkrebsnachsorge!

Wir wünschen Lenn und Bennet für ihre sportliche Karriere bei der JSG Balingen-Weilstetten viel Erfolg und dass sie in naher Zukunft hoffentlich noch viele weitere Male vor einer ausverkauften SparkassenArena selbst einlaufen dürfen.